Auch der Reichenauer Mönch und Gelehrte Walahfrid Strabo setzte sich in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts mit dieser Frage auseinander. Ihm verdanken wir die erste einheimische Aussage über Land und Leute. Im Vorwort zu der von ihm überarbeiteten Vita des heiligen Gallus kommt Walahfrid auf das nomen patriae, den Namen des Landes, das die Alamanni vel Suevi (Alamannen oder Schwaben) bewohnen, zu sprechen. Die mit den Alamannen vermischten Schwaben hätten einen Teil Germaniens nördlich der Donau, einen Teil Rätiens zwischen Alpen und Donau und einen Teil Galliens bis zur Aare besiedelt; dieses von den früheren Strukturen her uneinheitlich bezeichnete Gebiet solle nach seinen Bewohnern benannt werden und Alamannien oder Schwaben heißen. …
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Prof. Dr. Thomas Zotz





