Im Zentrum stehen aus naheliegenden Gründen die materiellen Hinterlassenschaften musikalischer Kultur, also Notationssysteme und Instrumente bzw. deren Überreste. Welche Töne oder Musik die Menschen damit zu welchen Zwecken produzierten, lässt sich mit zunehmendem Abstand zur Gegenwart immer schwerer feststellen. Doch auch die Interpretation der archäologischen Funde ist nicht immer ganz einfach, wie Lawson, der vorsichtig, abwägend und reflektiert argumentiert, immer wieder betont. Man erfährt viel über Instrumente und ihren Bau, die Wissenschaft der (Musik-)Archäologie sowie die Vergangenheit. All das ist in klarer, angenehmer Sprache aufbereitet und liest sich sehr gut. Wer sich für Instrumente, Musikkultur, Archäologie und die (ferne) Vergangenheit interessiert, für den ist das Buch sehr zu empfehlen.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Graeme Lawson
Soundtracks
Auf den Spuren unserer musikalischen Vergangenheit
Piper Verlag, München 2025, 432 Seiten, € 26,–





