Unter drei Aspekten schlägt die Ausstellung einen Bogen über mehrere Jahrhunderte Kriminalitätsgeschichte. Ein erster Teil beschäftigt sich mit der Geschichte des Verbrechens. An konkreten Beispielen wird beleuchtet, mit welchen Taten, Handlungen oder Denkweisen sich Menschen in unterschiedlichen Epochen schuldig machten oder mit dem Gesetz in Konflikt gerieten. Susanna Schaub zum Beispiel tötete drei Ehemänner mit Gift, Paul Kopp ergatterte bei einem Raubmord 15 Franken, Studenten blockierten Straßenschienen, ein Priester belästigte Bäckerjungen und eine Frau krachte bei überhöhter Geschwindigkeit mit ihrem Auto in eine Tram. Was war oder ist ein Verbrechen? Ein zweiter Teil stellt Fragen nach den verschiedenen Bestrafungen in den unterschiedlichen Zeiten. Sie stellt Menschen vor wie den Mörder Hiazinth Bayer, der 1851 als letzter Basler geköpft wurde oder Hans Lüdin, der im 16. Jahrhundert wegen der falschen religiösen Überzeugung zum Tode verurteilt wurde. Dabei betrachten die Ausstellungsmacher auch die gegenwärtige Zeit, wenn sie fragen, wie Baslerinnen und Basler heute über die Todesstrafe denken.
Der letzte Ausstellungsteil wirft einen Blick auf die Menschen hinter den Taten. Rund 30 Kriminalfälle, die sich in der Region Basel zutrugen, werden dargestellt. Sie erzählen die Geschichten von Täterinnen und Tätern, Opfern, Beschuldigten, Bestraften und Strafenden. Der letzte Henker Basels, Theodor Mengis, wird ebenso vorgestellt wie die Aufständischen des Bauernkrieges von 1653. Besucherinnen und Besucher erwarten in der Ausstellung mehr als 270 spannende und erschreckende Exponate aus dem 11. bis zum 20. Jahrhundert. Eine Schandmaske aus dem 19. Jahrhundert ist dort zu sehen, das schaurige Gemälde einer Räderung aus dem Mittelalter und auch moderne elektronische Fußfesseln.
Achtung: Die Ausstellungsmacher weisen ausdrücklich darauf hin, dass Themen behandelt und Gegenstände gezeigt werden, die für Kinder und sensible Menschen ungeeignet sein können.





