Auch in der Großen Landessaustellung im TECHNOSEUM in Mannheim „Herzblut – Geschichte und Zukunft der Medizintechnik”, die bis zum 7. Mai besucht werden kann, wird dieses wichtige Medikament gewürdigt, zu sehen ist hier eine Packung „Penicillin-Wundpuder aus dem Jahre 1951.
Entdeckt wurde Penicillin bereits 1928 durch den schottischen Mikrobiologen Alexander Fleming. Dabei spielte der Zufall eine wichtige Rolle: Während seiner Forschungen an Eitererregern ließ Fleming eine Petrischale zu lange stehen und bemerkte später, dass alle Erreger um den entstandenen Schimmel herum abgestorben waren. Dieser hatte offenbar eine antibakterielle Substanz gebildet. Ein Jahr darauf publizierte er seine Entdeckung, seine Studien erfuhren jedoch erst Ende der 1930er Jahre eine breitere Beachtung in der Forschung. Während des Zweiten Weltkriegs war der Wirkstoff wegen der erst langsam anlaufenden Produktion ausschließlich den verwundeten alliierten Soldaten vorbehalten, erst kurz vor Kriegsende gab die USA das Mittel auch für die Zivilbevölkerung frei.
Auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden im TECHNOSEUM über 700 Exponate aus allen Gebieten der Medizintechnik präsentiert, die interessante Einblicke in die Medizingeschichte vom 16. Jahrhundert bis heute ermöglicht, darunter ein Amputationsbesteck aus den 1840er Jahren, eine nachgebaute historische Hausarztpraxis und der Behandlungsraum eines Zahnarztes aus den 1920ern, inklusive eines Tretbohrers. Auch moderne und sogar zukünftige Behandlungsmethoden werden thematisiert. Durch ein breites interaktives Angebot erhält der Besucher damit einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und Technik im medizinischen Bereich.





