Wir lesen von kämpfenden Studenten und aufsässigen Mägden, von zechenden Soldaten oder von Nonnen wider Willen. Unter Begriffen wie „Lebensalter“, „Kloster“, „Krieg“, „Wirtshaus“ oder „In der Fremde“ erzählt Esch die kleinen Lebensgeschichten, die Teil der Gesuche waren und um Normverstöße kreisen. Oft erfährt man aber nur Bruchstücke eines Schicksals, denn nicht mehr kommt in den Gesuchen zur Sprache. Manchmal allerdings entfalten sich auch detailliertere Lebensbilder, die der Autor in längeren Zitaten präsentiert. Leider fehlt jedoch eine sozialhistorische Einordnung der ohne Zweifel wertvollen Fundstücke, so dass beim Leser viele Fragen offenbleiben.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





