Das Schicksal des Dramatikers Havel, sein Weg durch die Verfolgung im Kommunismus bis hin zum Präsidenten seines befreiten Landes, ist integriert in die Geschichte der deutschsprachigen Literatur der Tschechoslowakei aus der Sammlung Jürgen Serke, hervorgegangen aus dessen Buch „Böhmische Dörfer“. Havel, der den Kommunismus ebenso ablehnte wie die Zerstörung des deutschen Kulturanteils seines Landes, wird in seinem literarischen und politischen Kampf auf dem Weg in die Freiheit gezeigt, in der Wiederherstellung Prags als Mittelpunkt Europas, „wo die Weltachsen sich schneiden“, wie einst Robert Musil formulierte.
Das „Museum der verfolgten Künste“ in Solingen ist das einzige seiner Art in Europa. Bekannt wurde es vor zweieinhalb Jahren durch die Ausstellung „Himmel und Hölle zwischen 1918 und 1989. Die verbrannten Dichter“. Es umfasst die Literatursammlung Serke der Stiftung der Else Lasker-Schüler Gesellschaft und die Sammlung verfemter Malerei von Gerhard Schneider. Kurator der Ausstellung ist auch diesmal der Berliner Kunsthistoriker Jürgen Kaumkötter, der 1995 die wegweisende Ausstellung „Kunst in Auschwitz“ im Berliner Centrum Judaicum zusammenstellte.





