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Waren Römer, wo der Römer steht?

Waren Römer, wo der Römer steht?

Frankfurts Selbstverständnis als geschichtsträchtiger Ort beruht vor allem darauf, im Mittelalter Wahl- und seit 1562 auch Krönungsort der römisch-deutschen Könige gewesen zu sein. Erstmals erwähnt wird die Stadt in einer Urkunde Karls des Großen, die angibt, „super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd“ ausgestellt worden zu sein – am Fluss Main, an einem Ort namens Frankfurt. Doch die Siedlungsgeschichte reicht weiter zurück. Das Archäologische Museum Frankfurt erschließt in der Ausstellung „Frankfurts römisches Erbe. Archäologie einer lebendigen Vergangenheit“ noch bis zum 26. April 2026 die wenig bekannte vorkarolingische Geschichte Frankfurts, über die allein archäologische Befunde Auskunft geben.
Autor
DAMALS-Redaktion
11. Februar 2026
Lesezeit
1 Minute

Im Norden der heutigen Stadt lag einst die römische Siedlung Nida, deren Ruinen bei ihrer Erschließung im 19. Jahrhundert ob des guten Erhaltungszustands als „deutsches Pompeji“ bezeichnet wurden. Die ausgegrabenen Tempel, Thermen, Wohnhäuser und Werkstätten zeugen von einer lebendigen und wohlhabenden Handelsstadt, deren Bewohner aus allen Teilen des Reiches stammten. Mit dem Rückzug der Römer im 3. Jahrhundert veränderte sich zwar der Charakter der Siedlung, doch blieben alte Strukturen teilweise bestehen. Die Ausstellung zeigt, dass sich der Übergang von der römischen Siedlung zur mittelalterlichen Stadt nicht sprunghaft, sondern allmählich vollzog – und dass sich auch in der heutigen Stadt noch Spuren der römischen Anfänge entdecken lassen.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Frankfurt am Main

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