Im Norden der heutigen Stadt lag einst die römische Siedlung Nida, deren Ruinen bei ihrer Erschließung im 19. Jahrhundert ob des guten Erhaltungszustands als „deutsches Pompeji“ bezeichnet wurden. Die ausgegrabenen Tempel, Thermen, Wohnhäuser und Werkstätten zeugen von einer lebendigen und wohlhabenden Handelsstadt, deren Bewohner aus allen Teilen des Reiches stammten. Mit dem Rückzug der Römer im 3. Jahrhundert veränderte sich zwar der Charakter der Siedlung, doch blieben alte Strukturen teilweise bestehen. Die Ausstellung zeigt, dass sich der Übergang von der römischen Siedlung zur mittelalterlichen Stadt nicht sprunghaft, sondern allmählich vollzog – und dass sich auch in der heutigen Stadt noch Spuren der römischen Anfänge entdecken lassen.
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