Vor allem heimische Lebensmittel standen auf dem Speiseplan. Denn viele Zutaten, die heute regelmäßig im Kochtopf landen, wie Kartoffeln oder Tomaten, wurden in Europa erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Die Quellen zeigen, dass auch die Tischsitten andere waren: Feste Nahrung nahm man mit der Hand zu sich, Trinkbecher und Messer teilte man miteinander. Besonderes Augenmerk galt im Mittelalter dem Fasten. Pro Jahr gab es rund 140 Tage, an denen oft nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Eier und Milch verzichtet wurde. Die Fastenbestimmungen führten mitunter zu kreativen Auslegungen: So wurde etwa der Biber als Fisch betrachtet und war deshalb als Fastenspeise erlaubt.





