Die Retrospektive zum Maler Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky (1725-1794) wird vom 29. August bis zum 31. November im Schloss Mosigkau bei Dessau präsentiert. Die Schau wird den bislang nur wenig beachteten Maler als einen der bedeutendsten Porträtisten seiner Zeit vorstellen.
Eine weitere Ausstellung wird vom 28. August bis zum 20. November 2010 im Gleimhaus Halberstadt zu sehen sein, das mit der größten Bildnisgalerie von Geistesschaffenden in Deutschland ohnehin ein Ort des Porträts ist. Unter dem Titel „Von Mensch zu Mensch. Porträtkunst und Porträtkultur der Aufklärung“ sollen die neuen Qualitäten von Emotionalität und Intimität dargestellt werden, durch die sich das Porträt der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auszeichnet. Außerdem wird die Bedeutung des Porträts als zeitgenössisches Kommunikationsmedium vorgeführt.
Schon Goethe bewunderte bei seiner Harzreise 1805 die „Freundschaftstempel“ genannte Gemäldesammlung des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803). Gleim machte durch seine Kontakte Halberstadt zu einem literarischen Zentrum und trug überdies die größte Dichter-Porträtgalerie seiner Zeit zusammen. Zusammen mit den über 120 Bildnissen berühmter Zeitgenossen, zum Beispiel von Lessing oder Herder, lassen Bücher, Briefe und andere außergewöhnliche Sammlungsstücke das 18. Jahrhundert lebendig werden.
Das Projekt “Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert”, das anlässlich des 200. Todestages der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim und Friedrich Gottlieb Klopstock ins Leben gerufen wurde, will auf die Existenz dieser zahlreichen und bedeutenden Stätten in Sachsen-Anhalt hinweisen und diese miteinander verbinden.
http://www.gleimhaus.de http://www.lsa18.de/





