Die ähnlich einem Adventskalender gestaffelte Ausstellung zeigt Feldpostkarten und Briefe der Angehörigen der Soldaten genauso wie allerhand für die Kriegsweihnacht typische Geschenke: Selbstgebastelte Militärflugzeuge als Christbaumschmuck oder kleine Weihnachtsbäume aus Metall. Auch Tonbeispiele von zeitgenössischen Weihnachtsliedern, deren Strophen teilweise martialisch angepasst wurden, sind zu hören.
Das Weihnachtsfest 1914 stach durch eine Verbrüderung der verfeindeten Parteien an der vordersten Front hervor: Vor allem Briten und Deutsche stellten in vielen Frontabschnitten das Feuer über Weihnachten ein, sangen gemeinsam, tauschten Adressen und Waren aus und sollen sogar zusammen Fußball gespielt haben. Ein solcher Weihnachtsfrieden wurde in den kommenden Kriegsjahren von der Heeresleitung unterbunden.
Die Ausstellung „Das Friedensfest in Kriegszeiten“ kann noch bis zum 11. Januar 2015 besichtigt werden und ist eine Erweiterung der großen Landesausstellung „Fastnacht der Hölle – Der Erste Weltkrieg und die Sinne“, die noch bis zum 1. März 2015 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart zu sehen ist.





