Ihr Autor, der Gelehrte Hartmann Schedel, gehörte zu den angesehensten Bürgern Nürnbergs und verkehrte in den humanistischen Kreisen eines Konrad Celtis und Willibald Pirckheimer. Die Holzschnitte der Chronik entstammen der Werkstatt des Humanisten Michael Wolgemut, in der auch Albrecht Dürer sein Handwerk erlernte – einige Holzschnitte der Schedel’schen Weltchronik, gedruckt beim Humanisten Anton Koberger, werden seiner Hand zugeschrieben.
Ganz im Umfeld humanistischer Denker und Künstler entstanden, ist der Inhalt der Chronik jedoch eher dem Mittelalter verpflichtet: eine Weltgeschichte in sieben Teilen, von der Erschaffung der Welt bis zu ihrem Untergang, angereichert mit zahlreichen Mirakelberichten, die alte Vorstellungen tradieren. So ist die Chronik das Zeugnis einer Übergangszeit.





