Der Nürnberger Hartmann Schedel begann sein Studium an der Universität Leipzig bereits im Alter von 16 Jahren. Neben seinem Hauptfach Medizin bildete er sich auch in Rechtswissenschaften, Kanonischem Recht, Griechisch und Physik. 1466 folgte die Promotion. Über seinen Verwandten Hermann Schedel, der ihm nach dem Kauf eines Buches bestätigte: „Bücher sind treue Freunde“, kam Schedel zur Liebe zum geschriebenen Wort. Während er sich als Arzt in Nürnberg niederließ, führte er seine Bibliothek fort, die – sämtliche literarischen und wissenschaftlichen Richtungen umfassend – eine der bedeutendsten ihrer Zeit war. Schedels berühmte „Weltchronik“, die der Nürnberger Verleger Anton Koberger 1493 herausbrachte, machte dieses Wissen in Bild und Text zugänglich. Vor allem wegen der zahlreichen Stadtansichten ist sie bis heute weltbekannt.
Die Ausstellung zeichnet anhand der Stationen von Schedels Lebensweg den allmählichen Aufbau der Sammlung nach. Drei Leihgaben aus der Staatsbibliothek zu Berlin, der Landesbibliothek Coburg und aus einer Privatsammlung ergänzen die Präsentation um zentrale biographische Quellen.
Die Ausstellung „Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Nürnberger Arztes Hartmann Schedel“ kann noch bis zum 1. März 2015 in der Bayerischen Staatsbibliothek besichtigt werden.





