Latein, so wird deutlich, war wesentlich mehr als die Sprache der Römer. Tatsächlich wurde sogar der erste Grenzvertrag zwischen Russland und China im Jahr 1689 auf Latein verfasst. Korenjak widmet sich nicht nur der Sprach- und Kulturgeschichte, sondern belegt den enormen Einfluss der Latinität in Literatur, Recht, Wissenschaft und Religion. Erst um 1800 verlor das Lateinische an Einfluss, ohne jedoch völlig zu verschwinden. Wer sich auf knappem Raum über die Prägekraft dieser Sprache informieren oder schlicht ein wesentliches Element europäischer Kultur verstehen möchte, für den ist das Buch ein idealer Einstieg.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Martin Korenjak
Latein
Porträt einer Weltsprache
Verlag C. H. Beck, München 2025, 128 Seiten, € 12,–





