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RezensionRezensionen

Weltsprache Latein: lingua sine fine

Autor: DAMALS-Redaktion

In Vergils Epos „Aeneis“ prophezeit Jupiter den Römern bekanntlich ein imperium sine fine, ein Reich ohne Ende. Treffender wäre wohl die Voraussage einer lingua sine fine gewesen, einer Sprache ohne Ende. Denn tatsächlich überlebte die Sprache der Römer ihr Weltreich bis zum heutigen Tag. Der Innsbrucker Philologe Mart…

Weltsprache Latein: lingua sine fine
In Vergils Epos „Aeneis“ prophezeit Jupiter den Römern bekanntlich ein imperium sine fine, ein Reich ohne Ende. Treffender wäre wohl die Voraussage einer lingua sine fine gewesen, einer Sprache ohne Ende. Denn tatsächlich überlebte die Sprache der Römer ihr Weltreich bis zum heutigen Tag. Der Innsbrucker Philologe Martin Korenjak – ausgewiesener Experte für die Geschichte des Neulateinischen – zeichnet in seinem instruktiv illustrierten, exzellenten Überblickswerk die Geschichte des Lateinischen vom Beginn als lokaler Dialekt im mittelitalischen Latium bis zur Bildungssprache Europas und darüber hinaus nach.
Autor
DAMALS-Redaktion
22. Dezember 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

Latein, so wird deutlich, war wesentlich mehr als die Sprache der Römer. Tatsächlich wurde sogar der erste Grenzvertrag zwischen Russland und China im Jahr 1689 auf Latein verfasst. Korenjak widmet sich nicht nur der Sprach- und Kulturgeschichte, sondern belegt den enormen Einfluss der Latinität in Literatur, Recht, Wissenschaft und Religion. Erst um 1800 verlor das Lateinische an Einfluss, ohne jedoch völlig zu verschwinden. Wer sich auf knappem Raum über die Prägekraft dieser Sprache informieren oder schlicht ein wesentliches Element europäischer Kultur verstehen möchte, für den ist das Buch ein idealer Einstieg.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Martin Korenjak
Latein
Porträt einer Weltsprache
Verlag C. H. Beck, München 2025, 128 Seiten, € 12,–

KorenjakLateinRezensionSprache
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