Die Ausstellung erstreckt sich auf über 3200 Quadratmetern Fläche und zeigt rund 1569 Exponate – unter anderem historische Originaldokumente sowie technische Ausrüstungen –, die dem Besucher einen Einblick in die lange und abwechslungsreiche Wirkungsgeschichte der Berliner Wissenschaften gewähren. So etwa werden neben Skizzen Albert Einsteins, die seine Arbeiten an der Relativitätstheorie illustrieren, auch Gläser, in denen Christian Gottfried Ehrenberg für mikrobiologische Untersuchungen den Staub der Stadt zu sammeln pflegte, zu sehen sein. Doch widmet sich die Ausstellung nicht nur historischen Begebenheiten; gleichermaßen werden aktuelle Projekte, beispielsweise die Studien zur künstlichen Intelligenz, zur Schau gestellt.
Unterteilt in drei Bereiche, beginnt die Ausstellung im zentralen Lichthof. Dort erwartet die Besucher zunächst ein riesiges, 500 Quadratmeter Fläche umfassendes Regal mit Objekten aus aller Welt, die von dem US-Künstler Mark Dion arrangiert wurden. Bis unter die Glaskuppel des Martin-Gropius-Baus reichend, demonstriert die immense Installation die Systematik sowie die Ausschnitthaftigkeit des wissenschaftlichen Schaffens.
Der zweite Bereich der Ausstellung veranschaulicht dem Besucher die 300-jährige Berliner Wissenschaftsgeschichte, verteilt auf sechs chronologisch angeordnete Räume. Eingeleitet durch die Entstehung der Akademie der Wissenschaften in den Anfängen des 18. Jahrhunderts über die Universitätsgründung zu Beginn des 19. Jahrhunderts, erschließt sich die Berliner Wissenschaftsgeschichte ferner durch die Entwicklungen im Kaiserreich, den Kriegsjahren sowie durch den Sonderzustand der Stadtteilung. Mittels Zeitzeugeninterviews – mit dem Politiker Wolfgang Thierse etwa – werden die Geschehnisse vom Fall der Berliner Mauer bis zur Wiedervereinigung zusätzlich akzentuiert.
Wie funktioniert der Wissensaustausch zwischen Berlin und dem Rest der Welt? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des letzten Ausstellungsbereichs, dessen Räume nach gesonderten Themen klassifiziert sind; Themen wie Experimentieren, Reisen, Interpretieren, Visualisieren, Streiten und Kooperieren. Im Sektor ‚Streiten‘ etwa werden bekannte Streitfälle aus dem Bereich Wissenschaft als visuell unterlegte Hörspiele ausgefochten.
Umrahmt und vertieft wird die Ausstellung durch ein breites Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Diskussionen, Lesungen, einem Filmprogramm sowie Videobustouren durch die Wissenschaftsstadt Berlin.





