Angefangen bei unseren nächsten tierischen Verwandten, weiter über vergangene Jäger- und Bauernkulturen, bis hin zu den Wikingern vollzieht Bojs die Verschiebung der Geschlechterverhältnisse nach. Leserinnen und Leser tauchen etwa in die Diskurse um die Venus von Willendorf ein, lernen aber auch weniger populäre Funde kennen. Bojs ist sich bewusst, dass eine Bevölkerungsgeschichte Europas nicht die Geschichte all unserer Vorfahren leisten kann. Dennoch bietet sie eine kompakte und kurzweilige Zeitreise durch die letzten 43 000 Jahre, die uns unsere Vorfahrinnen ein Stück näher bringt.
Rezension: Julia Schneider
Karin Bojs
Mütter Europas
Die letzten 43 000 Jahre
Verlag C. H. Beck, München 2024, 287 Seiten, € 26,–





