Die DFG war keine Ansammlung von pazifistischen Utopisten. Einem Verteidigungskrieg konnte sie durchaus etwas abgewinnen, ebenso lehnte die Organisation einseitige Abrüstung und Kriegsdienstverweigerung ab. Nicht wenige der 10 000 Mitglieder unterstützten sogar 1914 den Kriegseintritt. Dennoch hatte es die Gesellschaft vor allem in Berlin schwer, im Zentrum des deutschen Gesinnungsmilitarismus, die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen. Nicht zuletzt aus diesem Grund verlagerte sie 1900 ihren Sitz nach Stuttgart. In Württemberg organisierte sich daraufhin in beinahe jeder größeren Stadt eine DFG-Gruppe.
Die Deutsche Friedensgesellschaft existiert bis heute und gilt als die älteste deutsche pazifistische Organisation. Durch die Kriegskatastrophen des 20. Jahrhunderts vertreten ihre Mitglieder heute eine strikte Ablehnung alles Militärischen und fordern eine konsequente Abrüstungspolitik.





