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Wie der Nationalsozialismus die Stadt prägte
Geschichte & Archäologie

Wie der Nationalsozialismus die Stadt prägte

Stärker als an vielen anderen Orten hat der Zweite Weltkrieg in Görlitz seine Spuren hinterlassen, denn die jenseits der Neiße gelegene frühere „Ostvorstadt“ gehört seit 1945 zu einem anderen Land. Die Teilung der Stadt ins deutsche Görlitz und ins polnische Zgorzelec erinnert bis heute an den Krieg. Die Görlitzer Sammlungen widmen sich erstmals umfassend der Geschichte der Stadt während der NS-Zeit. Die Ausstellung „Nationalsozialismus in Görlitz. 80 Jahre Kriegsende“ ist noch bis zum 15. Februar 2026 im Kaisertrutz zu sehen.
Autor
DAMALS-Redaktion
03. Dezember 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Geschichte & Archäologie

Perspektiven der lokalen Bevölkerung stehen im Mittelpunkt der Schau, die anhand persönlicher Erinnerungen und Aufzeichnungen ein vielschichtiges Bild der Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945 zeichnet. Für die damaligen Bewohner war der Nationalsozialismus bei vielen Gelegenheiten präsent: So wurden lokale Vereine „arisiert“ und gleichgeschaltet, die jüdische Bevölkerung der Stadt in Konzentrationslager verschleppt und Zwangsarbeiter in den zahlreichen in der Stadt ansässigen Betrieben der Rüstungsindustrie eingesetzt. Von ungefähr kam das nicht: Bei den Reichstagswahlen, die zur Machtergreifung führten, war die NSDAP auch in Görlitz die stärkste Kraft gewesen. Schnell gelang es den Nationalsozialisten in der Folge, Gesellschaft und Institutionen auch auf der lokalen Ebene umzubauen. Görlitzer Einwohner wurden in vielen Fällen zu den Opfern des Regimes – gehörten aber auch zu seinen Trägern und Tätern.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Görlitz

GörlitzNationalsozialismusStadt

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