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Wie die Hunnen
Geschichte & Archäologie

Wie die Hunnen

Die Hunnen genießen keinen guten Ruf. Bis heute steht ihr Name für blutrünstige Barbarei und kulturlose Zerstörungswut. Dieses Imageproblem begleitete die Reiterkrieger bereits, seit sie in schriftlichen Quellen greifbar werden. Der Tübinger Althistoriker Mischa Meier bietet nun einen großen Überblick über die mysteriösen Steppenreiter, die unter ihrem Anführer Attila imperiale Tendenzen entwickelten, bevor ihr Reich nach dessen Tod zerfiel.
Autor
DAMALS-Redaktion
31. Dezember 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Geschichte & Archäologie

Meier führt seine Leser sicher durch die komplexe Lage, wertet die Quellen umsichtig aus, versucht, Fakten, Fiktionen und Topoi auseinanderzuhalten, um so ein genaueres Bild der sogenannten Hunnen zu gewinnen. Neben der ausführlichen Erörterung ihrer Herkunft steht zunächst Attila, dessen Strategiewechsel und letztliche Überdehnung seines Reiches im Zentrum, bevor Meier sich der Rezeptionsgeschichte zuwendet. Dabei löste sich der Ausdruck Hunnen immer stärker von den Steppenkriegern ab und wurde zur frei verwendbaren Kategorie, in deren Bedeutung aber immer derjenige Schrecken mitschwang, der Europa einst ergriffen hatte. Das Buch ist ebenso spannend wie gelehrt. Anders als sein Forschungsgegenstand genießt der Leibniz-Preisträger Mischa Meier zu Recht einen exzellenten wissenschaftlichen Ruf.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Mischa Meier
Die Hunnen
Geschichte der geheimnisvollen Reiterkrieger
Verlag C. H. Beck, München 2025, 534 Seiten, € 38,–

HunnenMeierMischa
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