Besucherinnen und Besucher erhalten interessante Einblicke in das Wirken der Großherzogin, das auch kritisch beleuchtet wird. Diese war bereits 61 Jahre alt, als sie im April des Jahres 1885 als Alleinerbin den handschriftlichen Nachlass Goethes erhielt. Unter dem Einfluss des wilhelminischen Zeitgeistes, der nationale Identität nicht ohne nationale Literatur dachte, erkannte Sophie, welches Potential der Dichter als Projektionsfigur hatte. Um ihre Ziele zu verwirklichen, griff die Mäzenin aktiv ins Geschehen ein: So sorgte sie etwa dafür, dass erotische Passagen aus Goethes Werken in der „Weimarer Ausgabe“ nicht veröffentlicht wurden.





