Natürlich war auch Goethe da. Im März 1787 stattete der Dichterfürst jener später so berühmten Ausgrabungsstätte zu Füßen des Vesuvs einen Besuch ab. Dort waren in den Jahren zuvor die ersten Gebäude von einer dicken Schicht aus Asche, Lava und Schutt befreit worden. Die Entdeckungen hatten in den Kreisen der europäischen Gelehrten und Gebildeten für Aufsehen gesorgt. Goethe eilte während seiner Reise durch Italien an den Golf von Neapel und nahm in Augenschein, was die Ausgräber dort, wo einst der Vesuv dem regen Treiben in Pompeji ein jähes Ende bereitet hatte, zutage gefördert hatten.
Der Bourbone Karl VII./V., 1735 bis 1759 König von Neapel-Sizilien, danach bis zu seinem Tod 1788 als Karl III. König von Spanien, hatte im März 1748 höchstpersönlich die Lizenz zum Graben erteilt, nachdem im benachbarten Herculaneum bereits vielversprechende Funde ans Tageslicht gekommen waren.





