„Vom Zusammenleben verschiedener Kulturen in einem Kurort“ erzählt die Ausstellung, die vom 9. Juni bis zum 31. Juli im Museum im Schloss Bad Pyrmont präsentiert wird. Im Mittelpunkt steht dabei das Miteinander der Kulturen im Kurort. Die Besucherströme und Flüchtlingsbewegungen seit dem 16. Jahrhundert sowie die Anwerbung von Gastarbeitern und der Zuzug vieler Neubürger mit Migrationshintergrund seit der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit beschreiben eine Gesellschaft, die sich im Wandel befindet. Vor diesem Hintergrund versucht die Sonderausstellung ein Stück Erinnerungsarbeit zu leisten, indem ein Blick zurück auf die Geschichte des Badeortes geworfen wird, aber auch die gegenwärtige Situation in Bad Pyrmont Gegenstand der Diskussion sein wird. Das Museum sieht sich hierbei als Kommunikationsort, als Ort der Erinnerung und der Wahrnehmung, um den Aspekt und die Bedeutung der Integration und des kulturellen Zusammenlebens in Bad Pyrmont zu verdeutlichen.
Zu sehen sind neben Gemälden und historischen Ansichten von Pyrmont auch Porträt berühmter Kurgäste. Vornehmlich persönliche Gegenstände wie Fotographien, Reisekoffer, Kleidungsstücke und private Andenken an die alte Heimat, aber auch Arbeitsverträge sowie Schul- und Lehrbücher aus den verschiedenen Epochen der Geschichte werden zur Schau gestellt und bilden das Herzstück der Ausstellung. Jedes einzelne Exponat ist mit einem Lebensschicksal und Lebensweg verbunden und vermittelt einen Eindruck, was Menschen beim Verlust oder Weggang aus ihrer angestammten Heimat mit nach Bad Pyrmont genommen haben.
In diesem Rahmen ist auch das Schulprojekt „Wo kommst Du her?“ – ein Beitrag von Schülern des Pyrmonter Schulzentrums – zu sehen, das versucht, die heutige Situation des Zusammenlebens verschiedener Kulturen in Bad Pyrmont aus Sicht der Schüler zu beschreiben.





