Nun ist ein Buch von Madeleine Albright über ihre Kindheit in Prag erschienen. Im Vorwort schildert sie ihre völlige Überraschung, als sie 1996 darüber informiert wurde, dass sie aus einer jüdischen Familie stammt und dass viele ihrer Angehörigen im Holocaust ums Leben gekommen waren. Nie hatten ihre Eltern mit ihr darüber gesprochen.
Diese neuen Erkenntnisse bilden den Ausgangspunkt von Albrights anschaulich und lebhaft erzählten Erinnerungen und Recherchen, die Persönliches mit der Geschichte der Familienmitglieder verknüpfen. Auch die „große Politik“ kommt häufig zur Sprache, waren die Geschicke ihrer Eltern doch eng mit dem des tschechischen Politikers Edvard Benes verbunden.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





