Zischen 1939 und 1945 durchlebte Polen die tragische Erfahrung einer doppelten Aggression und Besatzung: durch Deutschland, aber auch durch die UdSSR. In vielen Familien ist die Erinnerung an die Kriegserlebnisse noch wach, vor allem an den Verlust von Angehörigen, aber auch des eigenen Besitzes und der Heimat durch die Grenzverschiebungen. Die offizielle Gedenkpolitik Polens hat oft Bezug auf diese Ereignisse genommen, sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene.
Polen, Hitlers erstes Opfer, erlitt enorme menschliche und materielle Verluste. Rund sechs Millionen Bürger starben, darunter etwa drei Millionen mit jüdischer Herkunft. Viele Städte und Dörfer wurden zerstört. Millionen Polen waren von Deutschland – Hunderttausende von der UdSSR – zur Sklavenarbeit verschleppt worden.





