Die großartigen Fotografien des Bonner Fotojournalisten Josef Heinrich („Jupp“) Darchinger, die zwischen 1952 und 1967 entstanden, stehen ganz im Mittelpunkt des dreisprachigen Bandes, der zugleich durch kluge Kommentare des Bildmaterials besticht. Gewöhnt an den selbstverständlichen Wohlstand heutiger Städte, erscheinen die Fotografien wie Bilder aus einer anderen Welt. Stehen zerbombte Städte, Kinder vor Ruinen und Elend im Barackenlager noch am Beginn, so bestimmen Wohnzimmeridylle, sozialer Wohnungsbau, Technisierung der Landwirtschaft, Warenhäuser und aufstrebende Industrie die 60er Jahre im Westen. Immer spürbarer aber wird der Riss, der beide deutsche Staaten trennt. Eine ausführliche Chronik der Bundesrepublik 1945 bis 1990 beschließt den Band.
Rezension: Talkenberger, Heike





