Der Methuen-Vertrag – nach dem Verhandlungsführer Lord John Me‧thuen –, legte die Ziele der Großen Allianz gegen Frankreich fest. Zudem sah er vor, dass England ungehindert Textilien nach Portugal und in dessen Kolonien exportieren durfte. Im Gegenzug war Portugal die Ausfuhr von Wein nach England gestattet. Da der portugiesische Wein in England um das Dreifache billiger war als der bislang importierte französische Wein, blühte nun der Weinanbau in Portugal: Insbesondere Portwein trat nun seinen Siegeszug in England an. Dennoch hatte der Methuen-Vertrag für Portugal entscheidende Nachteile: Da Textilprodukte nun vornehmlich aus England importiert wurden, versäumte Portugal den Aufbau einer eigenen Textilindustrie bzw. der dazu nötigen Infrastruktur. Die Folge: eine verzögerte industrielle Revolution in Portugal.





