Dass Alter mit Würde und Autorität gleichgesetzt werden konnte, ist sowohl den antiken Büsten von Dichtern und Philosophen als auch den mittelalterlichen Heiligendarstellungen anzusehen. Diesen Bildern stehen andere Kunstwerke gegenüber, die den Verfall des Alters, seine Hässlichkeit, zeigen, wie etwa die Holzstatuette einer nackten Alten, die um 1520 von Daniel Mauch geschaffen wurde. In Selbstbildnissen erkundeten Künstler zuweilen schonungslos ihren eigenen Alterungsprozess. Mit dem mahnenden Zeigefinger waren dagegen oft die Spottbilder von lüsternen alten Männern versehen. Schließlich wurde auch das Thema des Verhältnisses der Generationen aufgegriffen, sei es im Familienbild oder im Bild zur Erinnerung an Verstorbene.





