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Ausstellungen

Zeppeline und Propaganda im Nationalsozialismus

Gefühlte Wahrheiten bestimmen bis heute die Wahrnehmung von Zeppelinen als nostalgisch-romantische Form der Luftfahrt. Doch sowohl in der Kaiserzeit als auch während der Weimarer Republik und zur Zeit des Nationalsozialismus waren Luftschiffe nicht nur technisch faszinierende Fortbewegungsmittel, sondern auch politische Symbole. Unter dem Titel „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ arbeitet das Zeppelin Museum in Friedrichshafen noch bis zum 4. April 2027 die Verstrickungen zwischen dem Luftschiffbau und dem NS-Staat auf.
Autor
Redaktion
17. Juli 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Ausstellungen

Das Hakenkreuz am Leitwerk war nur das sichtbarste Zeichen: Zeppeline wurden seit 1933 gezielt für Propagandafahrten eingesetzt, begleiteten politische Großveranstaltungen und schwebten 1936 öffentlichkeitswirksam über das Olympiastadion in Berlin. Diese Auftritte geschahen keineswegs gänzlich unfreiwillig, wie nach dem Krieg gerne kolportiert wurde. Die Stadt Friedrichshafen war einer der wichtigsten Rüstungsstandorte des Reiches, und die Luftschiffbau Zeppelin GmbH profitierte massiv von Aufrüstung und Krieg. Das Unternehmen war ein wichtiger Zulieferer für den Flugzeug- und Raketenbau und lieferte als solcher nicht nur Antennen für Radar- und Peilgeräte, sondern produzierte in den KZ-Außenlagern Friedrichshafen und Saulgau auch Teile des „Aggregats 4“, besser bekannt als die „V2-Rakete“.

www.zeppelin-museum.de

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