Die historischen Entwicklungsstränge bündelt Kendi geschickt in jeweils einer Person: dem puritanischen Geistlichen Cotton Mather, dem US-Präsidenten Thomas Jefferson, dem Schriftsteller William Lloyd Garrison sowie dem Bürgerrechtler W. E. B. du Bois und der Kämpferin für schwarze Rechte Angela Davis. Allerdings schreibt Kendi, daran lässt er keinen Zweifel, sein spannend zu lesendes und oft informatives Werk als zorniger Antirassist. Zu dogmatisch aber wird seine Argumentationsweise da, wo er jegliche kritische Äußerung zu Problemen in der Black Community (häufig auch von dieser selbst gesehen) als „assimilatorisch“ und damit falsch abqualifiziert.
Ibram X. Kendi
Gebrandmarkt
Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika
Verlag C. H. Beck, München 2018, 604 Seiten, € 34,–





