„Uf den hailigen cristag am abent vor“, heißt es in der Chronik der Reichsabtei Heggbach, „seint etlich pauren zue Baltringen im wirtshauß gesessen … und hond uf die hl. nacht geratgeschlaget, wie sie ire sachen wellent anfahen.“ Mit „ire sachen“ waren die Beschwerden der Bauern gemeint. Die Heggbacher Äbtissin hatte bereits einen Wink erhalten, „rechenbuecher, schultbrief und zinßbrief“ in Sicherheit zu bringen, da die Sache eskalieren könnte.
Vorerst trafen sich die Bauern in den Wirtshäusern. Bald saßen ihrer Dutzende beieinander. Noch fielen sie nicht auf, in der Fasnetzeit kam man halt zusammen, so auch im Jahr 1525. Als sich zu den Baltringern Bauern aus den umliegenden Dörfern gesellten, konnten die Treffen nur noch unter freiem Himmel abgehalten werden. Nun nahmen auch die Behörden Notiz.





