Am 28. Juni 1914 kamen bei einem Attentat der serbisch-nationalistischen Organisation „Schwarze Hand“ („Crna Ruka“) der Thronfolger Franz-Ferdinand und seine Gattin Sophie von Hohenberg ums Leben. Aus konservatorischen Gründen kann das Exponat nur begrenzt ausgestellt werden. Beim Exponat handelt es sich um eine Dauerleihgabe der österreichischen Provinz der Gesellschaft Jesu.
Das Unterhemd, das der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand am Tag des Attentats getragen hatte, war ursprünglich für einen Gedenkraum in einem von den Jesuiten geführten Jugendheim in Sarajevo vorgesehen. Der Jesuitenpater Puntigam, dem das Hemd ausgefolgt worden war, konnte sein ambitioniertes Projekt jedoch nicht mehr realisieren. Aufgrund des Kriegsverlaufs und der Ereignisse in Bosnien-Herzegowina wurde das Unterhemd schließlich nach Wien zum Hauptsitz der österreichischen Provinz der Gesellschaft Jesu gebracht, wo es 90 Jahre lang im Archiv aufbewahrt wurde. Auf Wunsch des Ordens übernahm das HGM dieses einzigartige und historisch wertvolle Hemd, um es künftig exklusiv im Rahmen seines Ausstellungsbereiches den Besuchern zugänglich zu machen.





