Nur sehr vereinzelt finden sich in dem Werk umfassendere Abschnitte, in denen der Autor seine Erlebnisse vor Ort schildert. Mit detailreichen Zitaten antiker und moderner Autoren gibt Freely zudem einen Einblick in die Lebenswelt der dort ansässigen Menschen, wobei seine eigenen Reiseerfahrungen an den Odysee-Schauplätzen ins Hintertreffen geraten. Farbige Bilder, die den visuellen Eindruck einer solchen Reisebuchdarstellung unterstreichen würden, fehlen. Lediglich einige Karten und schwarzweiße Fotografien helfen, sich die Reisen des Odysseus vorzustellen beziehungsweise in der Geographie des Mittelmeers zu verorten. Doch auch im zweiten Teil seines Buches, der sich nach dem Trojanischen Krieg mit dem eigentlichen Thema, der Odyssee, befasst, füllt Freely weite Strecken der mit der bereits bekannten Mischung aus längeren Zusammenfassungen und Zitaten, die aber weit über das hinausgehen, was für eine kurze Verortung der Ereignisse nötig wäre und so keinen Raum für eindrucksvolle Reiseschilderungen lassen.
Rezension: Marvin Gedigk





