Im Verlauf des Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher wurde Nürnberg zum Anziehungspunkt für zahlreiche internationale Prozessbeobachter. Darunter befanden sich so prominente Namen wie Ilja Ehrenburg, Janet Flanner und John Dos Passos, aber auch deutsche Emigranten wie Erika Mann, Alfred Döblin und Willy Brandt. Die Zahl der anwesenden Berichterstatter schwankte jedoch stark, je nach Verhandlungsgegenstand.
Die Prozesseröffnung am 20. November 1945 stellte nicht nur für die internationalen Beobachter, sondern auch für die deutsche Presseberichterstattung einen Höhepunkt dar. Die Faszination galt den Nürnberger Angeklagten, von deren einstiger Größe im Gerichtssaal nichts mehr übriggeblieben war. So schrieb Peter de Mendelssohn im „Tagesspiegel“: „Diese da sind kleine Männer, sehr kleine und sehr böse Männer, und vielleicht ist es gerade ihre Kleinheit, die ihre Verschwörung gegen Deutschland, die Welt und die Menschheit zu der un‧erhörten Ruchlosigkeit macht, als die wir sie kennengelernt haben.“
Den vollständigen Text lesen Sie in DAMALS 5/2016.
Dr. Heike Krösche





