Die Idee für die Freie Volksbühne entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert. Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern schloss sich zusammen, um eine neue Theaterbewegung zu starten. Sie waren der Meinung, dass das etablierte Theater zu elitär war und dass eine neue Form des Theaters benötigt wurde, das sich stärker an den Bedürfnissen der proletarischen Schichten orientierte. Die Zeit des Nationalsozialismus bedeute das Aus für die Freie Volksbühne. Nach 1945 gelang ein Neuanfang. Die Freie Volksbühne übernahm zunächst das Theater am Kurfürstendamm, bis man 1963 in das eigene, von dem Architekten Fritz Bornemann geplante Haus in der Schaperstraße zog. In den folgenden Jahren wurde die Spielstätte zu einem wichtigen kulturellen Zentrum West-Berlins, das Inszenierungen von avantgardistischen Regisseuren wie Claus Peymann, Peter Zadek oder Hans Neuenfels zeigte. In den späten 1980er Jahren geriet die Volksbühne in finanzielle Schwierigkeiten und musste schließen. 2001 wurde das Theater mit dem Einzug des „Hauses der Berliner Festspiele“ reaktiviert, welches sich dem Erbe des ursprünglichen Theaters verpflichtet fühlt.





