Die Correspondenzkarte konnte mit bereits gedrucktem Postwertzeichen erworben werden. Im Vergleich zu den fünf Kreuzern, die für einen Frankobrief entrichtet werden mussten, war die Postkarte wesentlich billiger. Auf der Vorderseite war die Adresse anzugeben, die Rückseite diente als Textfeld. Eine Wortbegrenzung gab es nicht. Der Absender hatte lediglich „für die Deutlichkeit und Dauerhaftigkeit der Schriftzüge Sorge zu tragen“. Die Post verweigerte allerdings die Zustellung, wenn bei der Beschriftung „Unanständigkeiten, Ehrenbeleidigung oder sonst strafbare Handlungen“ vorkämen. Schnell erfreute sich die Postkarte großer Beliebtheit, und andere Länder wie Preußen zogen nach. Da in den Großstädten die Post bis zu fünfmal am Tag zugestellt wurde, erreichte die Postkarte die Empfänger noch am selben Tag. 1875 wurde dann die Weltpostkarte eingeführt.





