Am 10. August 997 überfielen muslimische Truppen des Kalifen von Córdoba die Stadt. Unter ihrem Heerführer Abu Amir Mohammed ibn Abdallah ibn Abi Amir, genannt Almansor, hatten sie bereits Zamora und Barcelona heimgesucht. Auch Santiago de Compostela wurde erobert, die Kathedrale geschändet, geplündert und zerstört. Allerdings gab Almansor den Befehl, das Apostelgrab unversehrt zu lassen. Versklavte Christen, so heißt es, mussten die Glocken über fast 1000 Kilometer nach Córdoba schleppen. Erst im späten 11. Jahrhundert wurde auf den Überresten des alten Kirchenbaus mit der Errichtung einer neuen, noch größeren und schöneren Kathedrale begonnen.





