Gleich zwei Ereignisse des Jahres 1066 gelten als Wegmarken für das Ende des Zeitalters der Wikinger: Die vernichtende Niederlage und der Tod des norwegischen Königs Harald Hardrada in der Schlacht bei Stamford Bridge am 25. September bedeuteten das Ende seiner Ansprüche auf die englische Krone wie auch der regelmäßigen Überfälle skandinavischer Krieger auf die Britischen Inseln. Gegen Ende des gleichen Jahres eroberten und zerstörten westslawische Krieger den an der Schlei, einem Meeresarm der Ostsee, gelegenen Fernhandelshafen Haithabu. Die Ausstellung „Wikingerdämmerung. Zeitenwende im Norden“ im Landesmuseum Schloss Gottorf widmet sich noch bis zum 2. November 2025 den dramatischen Ereignissen des Jahres 1066 und präsentiert neue, nie ausgestellte archäologische Funde. Zu den Highlights der Ausstellung zählen der Morsumer Schatzfund von der Insel Sylt, die silberne Prachtfibel von Sutton und ein Nachdruck des 68 Meter langen Teppichs von Bayeux, der in dieser Form das erste Mal in Deutschland gezeigt wird. Es geht in der Schau auch um eine grundsätzliche Einordnung der Wikingerzeit. Was zeichnete sie aus, und warum markierten die Ereignisse des Jahres 1066 eine Zeitenwende?





