Zum Inhalt springen
DAMALS - Das Magazin für Geschichte
AnmeldenAbonnieren
  • Geschichte & Archäologie
  • Zeitpunkte
  • Ausstellungen
  • Rezensionen
  • Podcast
  • DAMALS Plus
DAMALS - Das Magazin für Geschichte
  • Geschichte & Archäologie
  • Zeitpunkte
  • Ausstellungen
  • Podcast
  • Rezensionen
DAMALS-Newsletter
Spannende Geschichten aus der Geschichte direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • DAMALS Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen

Kontakt zur Redaktion

DAMALSErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-447
E-Mail: damals@konradin.de
Folgen Sie uns
DAMALS als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 DAMALS
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Geschichte & Archäologie/Artikel
Archäologen finden 11.000 Jahre alten „Leopardenreiter“ in Karahan Tepe
Geschichte & Archäologie

Archäologen finden 11.000 Jahre alten „Leopardenreiter“ in Karahan Tepe

Die in Karahan Tepe entdeckte Steinfigur des „Leopardenreiters“ ist rund 11.000 Jahre alt. · Foto: © Türkisches Ministerium für Kultur und Tourismus

Die Steinzeit-Anlage von Karahan Tepe in der Türkei ist für ihre teils übermannshohen Steinpfeiler und ungewöhnlichen Tier- und Menschenfiguren bekannt. Jetzt haben Archäologen dort eine weitere, 11.000 Jahre alte Steinfigur entdeckt. Die 70 Zentimeter hohe Statue zeigt einen Menschen, der auf dem Rücken eines Leoparden sitzt. Stil und Motiv seien bislang einzigartig, sagte der türkische Kulturminister bei der Vorstellung des Funds.
Autor
Nadja Podbregar
01. September 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Geschichte & Archäologie

Die Region Şanlıurfa im Südosten der Türkei war vor rund 12.000 Jahren Teil Mesopotamiens und ein Zentrum kultureller Entwicklung. Dort liegt das berühmte Steinzeit-Heiligtum Göbekli Tepe, das als ältestes Monumentalbauwerk der Welt gilt. Meterhohe Steinpfeiler, verziert mit Tierfiguren bilden dort insgesamt 20 Steinkreise.

250 Steinpfeiler, „Penismann“ und eine neue Figur

Doch diese Anlage war kein Solitär: Rund 60 Kilometer südöstlich von Göbekli Tepe liegt ein weiteres, fast gleichaltes Steinzeitbauwerk, das nicht weniger monumental und rätselhaft ist: das um 9750 vor Christus erbaute Karahan Tepe. Archäologen haben dort rund 250 in Reihen und Kreisen aufgestellte Steinpfeiler desselben Stils wie in Göbekli Tepe entdeckt, außerdem mehrere Steinfiguren von Tieren, aber auch von einem nackten Mann mit beiden Händen an seinem Penis. Welche Bedeutung diese Figur hatte, ist unklar. Es könnte sich aber um eine Kombination aus Ahnenkult und Symbol der Stärke und Dominanz handeln.

Jetzt gibt es einen neuen Fund aus Karahan Tepe. Bei Ausgrabungen in diesem Jahr haben Archäologen in einem rund drei Meter großen Rundbau dieser Steinzeit-Fundstätte eine weitere Steinfigur entdeckt. Entdeckt wurde sie auf einer steinernen Bank entlang der Innenwand dieses Bauwerks, dessen Boden mit Steinplatten gepflastert war. „Die 70 Zentimeter hohe Statue zeigt einen Menschen, der auf dem Rücken eines Leoparden sitzt“, berichtet der türkische Kulturminister Mehmet Nuri Ersoy. Stil und Ausführung dieser rund 11.000 Jahre alten Statue seien bislang einzigartig.

Statue am Fundort

Die Steinstatue am Fundort. — © Türkisches Ministerium für Kultur und Tourismus

Leopardenreiter als Symbol von Stärke und Mut?

Es ist nicht das erste Mal, dass in Karahan Tepe eine Kompositstatue aus Leopard und Mensch gefunden wurde – allerdings zeigte der frühere Fund die umgekehrte Anordnung: Archäologen haben vor einigen Jahren die steinerne Figur eines Mannes entdeckt, dem ein Leopard auf dem Rücken sitzt. Auch einzelne Darstellungen von Leoparden sind aus Karahan Tepe bereits bekannt. Die großen Raubkatzen kamen in dieser Region zur Zeit dieser Steinzeit-Heiligtümer noch vor. Archäologen vermuten daher, dass die Leoparden damals als Verkörperung von Gefahr, Stärke und Dominanz galten.

Die Darstellung eines Leopardenreiters ist jedoch neu. Aber auch dies könnte als Symbol von Stärke und Dominanz gedeutet werden, wie Archäologen erklären: Wer Leoparden besiegte oder seinem Willen unterwarf, bewies Mut und Stärke. Zusammen mit dem „Penismann“ deutet der „Leopardenreiter“ darauf hin, dass in der Kultur, die Karahan Tepe und Göbekli Tepe schuf, Kraft, Potenz und männliche Stärke eine besondere Rolle spielten. „Diese Entdeckung wirft neue Fragen zu den frühesten Epochen der Menschheitsgeschichte auf“, sagte Ersoy. „Ich bin davon überzeugt, dass der Fund in der wissenschaftlichen Welt ein breites Echo hervorrufen wird.“

Quelle: Mitteilung des Türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus

Karahan TepeLeopardenreiterSteinfigurSteinzeit-AnlageTürkei
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie DAMALS in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

DAMALS als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Geschichte & Archäologie

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Geschichte & Archäologie.

Alle Geschichte & Archäologie-Artikel
Aschaffenburg: Wozu diente das 2400 Jahre alte Ufer-Bauwerk?
Geschichte & Archäologie

Aschaffenburg: Wozu diente das 2400 Jahre alte Ufer-Bauwerk?

8. September 2026

Im Frühjahr 2026 haben Archäologen in Aschaffenburg ein komplexes Eisenzeit-Bauwerk aus Holz und Steinmauern am Mainufer entdeckt. Jetzt gibt es Neues dazu.

Größter Wikinger-Silberschatz Dänemarks gefunden
Geschichte & Archäologie

Größter Wikinger-Silberschatz Dänemarks gefunden

3. September 2026

Armreifen, Silberbarren, Münzen: Ein Fund auf der norddänischen Halbinsel Jütland hat sich als größter Wikinger-Silberschatz Dänemarks entpuppt.

Tschechischer Steinkreis ist 1000 Jahre älter als Stonehenge
Geschichte & Archäologie

Tschechischer Steinkreis ist 1000 Jahre älter als Stonehenge

27. August 2026

Archäologen haben eines der ältesten Steinzeit-Heiligtümer Mitteleuropas entdeckt: eine 230 Meter große Kreisanlage mit Ringgraben und astronomisch…

Spanische Höhle erweist sich als antike Kultstätte für mysteriöse Göttin
Geschichte & Archäologie

Spanische Höhle erweist sich als antike Kultstätte für mysteriöse Göttin

25. August 2026

Geheimnisvolle „Herrin“: In einem antiken Höhlenheiligtum in Spanien zeugen 120 Inschriften sowie Opfergaben von der Verehrung einer noch unbekannten Göttin.

← Zurück zu Geschichte & ArchäologieZur Startseite