Nach 30 Stunden flaute der Wind ab. Der Brand konnte nun so weit unter Kontrolle gebracht werden, dass wenigstens das Rathaus und die Marienkirche, die Hauptkirche Rostocks, verschont blieben. Starker Regen half den Bewohnern, die letzten Brände zu löschen. Doch es bot sich ihnen ein Bild der Verwüstung: Von 2000 Häusern waren etwa 700 abgebrannt, die meisten davon in der Mittel- und Altstadt. Auch die Kirche des Katharinenklosters war ein Raub der Flammen geworden. Der historische Stadtkern der einst blühenden mittelalterlichen Hanse-Metropole war damit weitgehend zerstört. Die Katastrophe beschleunigte den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt, der bereits mit den
Wirren des Dreißigjährigen Kriegs eingesetzt hatte.





