Die nächste Stufe der Karriereleiter erklomm Vigée am 11. Januar 1776, als sie den Maler Jean-Baptiste-Pierre Lebrun heiratete. Dieser beförderte ihre Karriere stark, denn als einflussreicher Kunsthändler verfügte Lebrun über Verbindungen zur Pariser Gesellschaft. Bald wollten viele adlige Damen ein Porträt der Vigée-Lebrun. Der ganz große Durchbruch kam 1778, als Königin Marie Antoinette die Malerin nach Versailles rief, wo zahlreiche Porträts der Königin und der königlichen Familie entstanden. 1783 wurde Élisabeth Vigée-Lebrun sogar in die Académie royale de peinture et de sculpture aufgenommen, als eine von nur 15 Frauen zwischen 1648 und 1793. Die Nähe zur königlichen Familie wurde Vigée-Lebrun jedoch beinahe zum Verhängnis. Zu Beginn der Französischen Revolution floh sie mit ihrer Tochter nach Italien. Erst 1802 kehrte die Malerin nach Paris zurück, wo sie 1842 starb.





