Welche Aufmerksamkeit die Hofgesellschaft bei der Eröffnung der Musik schenkte – man spielte „Catone in Utica“ von Giovanni Battista Ferrandini –, ist ungewiss. Man mag sich vorstellen, wie der Raum mit seinen zahllosen Ornamenten im Schein von über 1300 Wachskerzen das Auditorium in seinen Bann zog. Wohl in Erinnerung an das Schicksal des Vorgängerbaus traf Cuvilliés Sicherheitsvorkehrungen, die verhindern sollten, dass das Hoftheater erneut ein Raub der Flammen wurde. Im Zweiten Weltkrieg waren es aber nicht die besonders dicken Außenmauern, sondern die Auslagerung der Raumverkleidungen, die das kostbare Interieur vor Zerstörung rettete, ehe Bomben auf die Residenz und das Opernhaus niedergingen. So konnte das Cuvilliés-Theater 1965 an neuem Ort – dem Apothekenstock der Residenz – rekonstruiert werden.





