Im Februar 1254 taten sich zunächst Mainz und Worms zusammen. Am 13. Juli 1254 schlossen dann unter anderen Mainz, Köln, Worms, Speyer, Straßburg und Basel einen Bund und verpflichteten sich, für zehn Jahre einen allgemeinen Frieden einzuhalten und alle unrechtmäßigen Zölle abzuschaffen. Man vereinbarte regelmäßige Bundesversammlungen, innerstädtische Schiedsverfahren, Maßnahmen gegen Friedensbrecher, eine Bundessteuer und die Errichtung einer gemeinsamen Kriegsflotte auf dem Rhein. Bis Ende 1256 war der Bund auf über 60 Städte angewachsen. Ihm gehörten auch 30 Fürsten an. Dieser erste „Rheinische Städtebund“ von 1254, wegen der Adligen und Landesherren in seinen Reihen mittlerweile passender als „Rheinbund“ bezeichnet, scheiterte 1257 schließlich nicht zuletzt an der politischen Frage, ob man Richard von Cornwall als König anerkennen solle. Die Städte aber hatten sich als Akteure im Reich positioniert.





