Es war maßgeblich der sizilianische Abgeordnete und Gewerkschafter Pio La Torre, der einen Gesetzgebungsprozess vorantrieb mit dem Ziel, die organisierte Kriminalität in Italien strafrechtlich effektiver zu verfolgen. Im Eilverfahren wurde das sogenannte La-Torre-Gesetz zur Bekämpfung der Mafia erlassen und am 13. September 1982 verkündet. Erstmals wurde damit in das italienische Strafgesetzbuch ein Straftatbestand für mafiaartige Vereinigungen aufgenommen. Dem Gesetz zufolge galt die bloße Zugehörigkeit zur Mafia als strafbar, gleichzeitig ließen sich illegale Vermögen leichter beschlagnahmen. La Torre erlebte das Inkrafttreten seines Gesetzes selbst nicht mehr. Er wurde wegen seines unermüdlichen Engagements gegen die Mafia wenige Monate vorher von Auftragskillern in Palermo erschossen. Wenn auch die Mafia mit dem La-Torre-Gesetz nicht zerschlagen werden konnte, gilt es noch heute als schlagkräftigste Waffe gegen das organisierte Verbrechen in Italien.





