Um sich gegen die Vorherrschaft der „Schwestern“ zu wehren, gründeten die Länder Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela am 14. September 1960 in Bagdad die OPEC („Organization of the Petroleum Exporting Countries“), die Organisation der erdölexportierenden Länder. Fortan wollten diese Hauptförderländer selbst über den Ölpreis, über die Ölquellen im eigenen Land und über die Besteuerung der Ölfirmen bestimmen. Die Ölkrise von 1973, die zu einer Vervierfachung des Ölpreises von drei auf zwölf Dollar pro Barrel führte, verdeutlichte die zunehmende Schlagkraft der Organisation. Da jedoch die Mitgliederzahl der OPEC schwankte und ihr wichtige Ölproduzenten wie die Sowjetunion nicht angehörten, konnte das Kartell nie mehr als 40 Prozent der weltweiten Ölproduktion kontrollieren.





