Während in der Académie française 40 Gelehrte 55 Jahre lang über ihrem „Dictionnaire“ brüteten, wollte Johnson dieselbe Aufgabe in nur drei Jahren bewältigen, quasi als Einzelkämpfer. Es wurden zwar sieben Jahre, doch das schmälert Johnsons Leistung nicht. Als am 15. April 1755 „A dictionary of the English language“ in zwei voluminösen Bänden erschien, fand der Benutzer darin über 42 000 Einträge mit je einer exakten Definition, belegt mit über 114 000 Zitaten aus der Literatur. Durchaus nicht ohne Schwächen, was Wortherkunftsangaben und Beschreibungen betraf, war es doch bis zum Erscheinen der ersten Lieferung des „Oxford English Dictionary“ 1884 das normsetzende Standardwörterbuch der englischen Sprache.





