Sixtus IV. machte aus dieser Büchersammlung die moderne Biblioteca Apostolica Vaticana. Am 15. Juni 1475 erließ er die Bulle „Ad decorem militantis ecclesiae“, welche die Bedeutung der Bibliothek für die Bewahrung und Förderung der Gelehrsamkeit herausstellte. Zwei Räume, die Biblioteca latina und die Biblioteca graeca, waren den Gelehrten zugänglich. Davon abgetrennt wurden die Biblioteca secreta mit nicht allgemein zugänglichen Beständen sowie die päpstliche Privatbibliothek. Sixtus IV. bestellte den Humanisten Bartolomeo Platina zum ersten Bibliothekar. Unter seiner Leitung wuchs die Sammlung weiter, so dass die Bibliothek 1481, da zählte man 3500 Bände, räumlich erweitert werden musste: Bereits am Ausgang des 15. Jahrhunderts war die Biblioteca Apostolica Vaticana eine der bedeutendsten der damals bekannten Welt.





