Der Kurswechsel kam 1933 mit dem Amtsantritt des demokratischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Am 16. November 1933 konnte der sowjetische Außenkommissar Maxim Litwinow in Washington mit Präsident Roosevelt die Anerkennung der UdSSR vereinbaren. Erster US-Botschafter wurde William C. Bullitt. Für den jungen Sowjetstaat bedeutete dies einen großen außenpolitischen Coup. Die USA wiederum versprachen sich von der Anerkennung Handelserleichterungen für die eigenen Agrarexporte in die Sowjet-union. Sie sollten der daniederliegenden amerikanischen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen. Das Moskauer Regime sagte im Gegenzug zu, jegliche kommunistische Propaganda auf amerikanischem Boden zu unterlassen. Für die Frage der zaristischen Altschulden fand sich eine elegante Lösung: Sie wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.





