Konfliktreich war etwa das Verhältnis zwischen der „Hohen Pforte“ und der Republik Venedig, die um die Jahrhundertmitte die Insel Kreta verlor und damit ihr Übergewicht im westlichen wie in Teilen des östlichen Mittelmeers einbüßte. Dies konnte auch dadurch nicht wettgemacht werden, dass die Diplomatie der „Serenissima“ mit zum Abschluss des Westfälischen Friedens beitrug. Und betrachtet man Polen, so bahnte sich dort schon früh der Konflikt zwischen den beiden in Schweden wie in Polen regierenden Zweigen der Wasa-Dynastie in den späteren Nordischen Kriegen an.
Das Buch setzt allerdings gute Kenntnisse über die europäischen Verhältnisse der Zeit voraus. Sein Stil ist stark durch verschachtelte Sätze geprägt, was die Lektüre nicht immer einfach macht. Dafür wird auf Fußnoten verzichtet, lediglich kurze Hinweise deuten auf die neueste Literatur im Anhang. Insgesamt ist das Werk eher ein dicht geschriebener Essay als eine Geschichtserzählung, durch seine weite Sicht auf ganz Europa und seine damaligen Probleme ist es aber überaus lesenswert.
Rezension: Prof. Dr. Michael Erbe





