Ausgedehnte Bildungsreisen hatten ihn unter anderem bereits nach Ungarn und Italien geführt. Sein Interesse galt der antiken Literatur, insbesondere Ovid und Horaz, aber auch der bildenden Kunst, der Mathematik, Astronomie und Geographie. Stets strebte er danach, Poesie und Naturforschung in seinem Werk zu verbinden. Die Dichterkrönung machte den Universalgelehrten Celtis, den man bald als „Erzhumanisten“ bezeichnete, berühmt. Nachdem er bereits in Erfurt und Ingolstadt Poetik gelehrt hatte, führte ihn seine letzte Lebensstation nach Wien. Kaiser Maximilian I. berief ihn 1497 als Ordinarius für Rhetorik und Poetik an die dortige Universität. Celtis starb 1508 in der Donaustadt.





