1633 wurde Urbain Grandier unter der Anklage von Hexerei und Teufelspakt festgenommen. Doch weder die Folter noch vorgelegte Dokumente mit allerlei schwarzmagischen Formeln und Symbolen, die angeblich Grandiers Unterschrift trugen, konnten ihm ein Geständnis entlocken. Er wurde dennoch schuldig gesprochen und am 18. August 1634 in Loudun auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Der Fall erhitzte noch lange die Gemüter. Für Voltaire etwa war Grandier unschuldiges Opfer eines immer noch lebendigen Aberglaubens. Und: Mit besessenen Nonnen, einem lüsternen Priester und einem rachsüchtigen Kardinal waren die Geschehnisse von Loudun der ideale Stoff für literarische Verarbeitungen, etwa durch Alexandre Dumas den Älteren oder Aldous Huxley.





