Ein „Rumpfparlament“ verlagerte seinen Sitz nach Stuttgart, ins Königreich Württemberg. Dort wurde die Anwesenheit der Parlamentarier angesichts der Aufstände im nahen Baden zunehmend als Problem gesehen, und so bereitete schließlich das württembergische Militär dem ersten demokratischen Parlament Deutschlands ein Ende. Am 18. Juni 1849 versperrten Soldaten den Abgeordneten den Weg zum Sitzungslokal und lösten den darauffolgenden Protestmarsch der knapp 100 Parlamentarier auf. 13 Monate hatte der Traum vom fortschrittlichen deutschen Verfassungsstaat, getragen von breiter politischer Partizipation, gewährt. Viele „Achtundvierziger“ emigrierten danach in liberalere Länder und in die Neue Welt – mit ihren politischen Idealen im Gepäck.





